Für professionelle Fotografen | nPhoto BLOG DE

SEO für Fotografen: ein Zauberrezept in 7 Minuten erklärt

Geschrieben von Maciej Małaj | 07.01.2021 19:15:00

SEO – Suchmaschinenoptimierung ist die Kunst, die jeder Fotograf beherrschen und ständig verfeinern sollte. Der Fotograf ist wie ein Sternekoch, der verschiedene Zutaten miteinander vermengt. Wie kannst du die Sichtbarkeit deiner Online-Präsenz steigern? Was macht der Zaubertrank aus? Schauen wir mal! Lese und gönne es dir!

Am Anfang war das Keyword

Ran an die Töpfe! Im Vorfeld muss man aber eine Einkaufsliste erstellen. Stelle dir selbst ein Paar Fragen . Wärest du auf der Suche nach einem Fotografen, was würdest du bei Google eingeben? Liste deine Ideen auf. Frage bei deinen Freunden nach, was sie eintippen würden. Statt Einzelwörter auszuschreiben, denke vielmehr an Phrasen, Fragen und ganze Sätze, die dir einfallen. Dadurch schränkst du das Suchvolumen auf die gewünschte Richtung ein. Die Wortart ist dabei nicht relevant. Ob du „Suchmaschine optimieren“ oder „Suchmaschine Optimierung“ schreibst, macht für Google keinen Unterschied.

 

Zudem empfiehlt es sich nachzuschauen, wie bei der Konkurrenz „gekocht“ wird. Schau dir die Seiten der Fotografen an, die auf den (unbezahlten) Top-Positionen bei Google stehen. Was für Phrasen tauchen bei ihnen auf? Wie sind die ganz oben stehenden Webpages aufgebaut? All das kannst du bei den Meistern abschauen.

 

Was wird bei Google in puncto Fotografie am liebsten gesucht?

Grundsätzlich lohnt es sich mehr, mit dem spezifischen Suchbegriff auf der ersten Seite von Google-Ergebnissen zu ranken als mit einer allgemeinen Phrase auf Seite 2 oder 3 zurückzubleiben. Sonst gerät man in die digitale Bedeutungslosigkeit. Höchstens ein Fünftel der Surfer rufen die Seite 2 auf. Ein Beispiel gefällig? Ist die Brautpaar in Berlin wohnhaft, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie „Hochzeitsfotograf Berlin“ als nur „Hochzeitsfotograf“ eingeben. Meistens wird bei der allgemeinen Suche nach fotografischen Leistungen „Fotograf + Name der Stadt” eingetippt. Auch die Phrasen mit dem Wort „Hochzeitsfotograf” oder „Hochzeitsfotos” erfreuen sich einer besonders großen Popularität.

Ist deine Liste schon fertig, kannst du sie mit der Wirklichkeit konfrontieren. Welche Suchbegriffe stehen hoch im Kurs? Mehrere Anlaufstellen im Netz können bei der Recherche behilflich sein.

Mit den Keyword-Tools wie

  • ubersuggest.com,
  • answerthepublic.com,
  • seobility.net,
  • Google Keyword Planner, bzw. Google Trends
  • Keyowordtool.io

 

kannst du schon viel anfangen. Du siehst dann, wie oft der eingetragene Suchbegriff gesucht wird und welche andere Phrasen und thematisch nahestehende Begriffe in der Foto-Branche häufig abgerufen werden

 

Und dann geht es ans Schreiben. Wie man das erfolgreich macht, wird in einem separaten Beitrag erläutert.

 

Wie wichtig sind für SEO Bilder auf deiner Internetseite?

Für Google ist der Text die Hauptspeise. Allerdings ist die Grafik wie ein Dessert, das den Algorithmus von Google „beeindruckt“ und die Seite kann dadurch einen sehr starken Schub für die Suchmaschinen-Optimierung bekommen.

Wichtig ist, dass selbst die Bezeichnung einer Fotodatei, die du von deiner Festplatte hochlädst ein Keyword beinhaltet. Auch an der Bildbeschreibung und dem Alt-Text, der das Bild ersetzen kann, sollte es nicht fehlen.

Was ist bei der Bildbeschreibung zu beachten?

  • Gib den Bildern aussagekräftige Namen, die tatsächlich das beschreiben, was darauf zu sehen ist.
  • Schreibe die Dateinamen klein.
  • Vermeide Umlaute
  • Platziere die wichtigsten Keywords ganz vorne.
  • Benenne alle bzw. viele Bilder mit einem und demselben Keyword.
  • Lass die Namen sich ein wenig voneinander unterscheiden.

 

Vor einiger Zeit hat Google die Texterkennung auf Bildern verbessert. Deine Marke kann mehr Sichtbarkeit erlangen, wenn du die Fotos, die du ins Netz hochlädst mit deinem Logo, bzw. Unterschrift versiehst. Die Schriftart sollte dabei nicht allzu ausgefallen sein, damit die Maschine erkennt, was auf dem Bild geschrieben steht.

 

Bild oder Text?

Hochauflösende Bilder sind ein positives Zeichen für die Bots von Google. Aber Vorsicht! Es gibt ein anderes Kriterium, das mit dieser Anforderung etwas im Widerspruch steht.

Das Stichwort lautet: Ladezeit.

Zuletzt hat der Faktor Ladegeschwindigkeit stark an Gewichtung gewonnen und wird 2024 noch wichtiger. Baut sich die Seite innerhalb von 3-4 Sekunden nicht komplett auf, so erhöht sich die Absprungrate, was deinem Ranking etwas schaden könnte. Auch ein kurzer, sauberer Quellcode sorgt für höhere Ladezeit und bessere Bewertung. Mit dem kostenlosen Tool PageSpeed Insights kannst du die Ladegeschwindigkeit deiner Internetseite ermitteln und konkrete Verbesserungsvorschläge erhalten. In erster Linie zählt die Ladezeit auf Mobilgeräten.

 

Ein negatives Beispiel zum Thema Ladezeit

 

Wir raten davon ab, eine Internetseite mit vielen Fotos und sehr wenig Text zu erstellen. Es ist ein Irrglaube, dass Menschen nur das Visuelle beachten und keine langen Texte lesen. Besonders wenn viel Geld im Spiel ist, wollen sich die User gründlich informieren, was ihnen angeboten wird und mit wem sie es zu tun haben. Darüber hinaus liegt dann für den Quality-Rater von Google die Vermutung nahe, dass:

  • der Autor zu diesem Thema wenig zu sagen hat, weil er anscheinend kein Experte ist.
  • die Fachinhalte fehlen und der Verfasser versucht, auf der Seite viel Grafik zu verstauen.
  • die Seite nur aus Werbeinhalten besteht.

 

Damit will ich gar nicht sagen, dass Bilder für SEO nicht relevant sind. Im Gegenteil. Sie sind doch das A und O von deinem Business. Durch themenrelevante (!) Podcasts, Videos und Fotos, die entsprechend benannt werden, kannst du richtig gute Rankings erreichen. Nach Möglichkeit solltest du die Podcasts auf deiner eigenen Webseite veröffentlichen. Die externen Plattformen machen es zwar leicht, aber die intern verankerten Beiträge geben dir einen zusätzlichen Ranking-Bonus.

 

Ein YouTube Trick

Viele investieren viel in Google und Facebook. Mit einem schlauen Video kannst du dich bei Google ganz schnell hoch durchsetzen. Viele Fotografen optimieren ihre Webseiten mit solchen Keywords wie “Fotograf Wiesbaden”. Glücklicherweise sind noch nicht so viele auf die Idee gekommen zum Beispiel ihre Arbeit auf Video aufzunehmen und gerade mit dem oben genannten Keyword als Titel auf YouTube hochzuladen. Vergiss nicht, deine Internetseite bzw. deinen Facebook Auftritt unten in die Videobeschreibung einzutragen.

 

Wie sieht eine optimale URL-Adresse aus?

Sorge dafür, dass die URL-Adresse mit dem Schrägstrich endet. Fehlender Schrägstrich gäbe dem Google Crawler einen falschen Hinweis, dass man hier nicht mit einer Webseite, sondern mit einer Datei zu tun hat, was die Indexierung erschwert.

Genauso wie bei Fotos sind hier keine Sonderzeichen und Umlaute erwünscht. Es empfiehlt sich, die Adresse so knapp und informativ wie möglich zu halten. Anhand der Adresse sollte sowohl der User, als auch Google erkennen, worum es auf der Seite inhaltlich geht. Auf Füllwörter wie „und“ und Großschreibung sollte verzichtet werden. Die themenrelevanten Begriffe sollten nur durch Bindestrich getrennt werden.

Entferne überalterte, leere oder zum 404 Fehler führende Adressen, weil sie sich negativ auf dein allgemeines Ranking auswirken. Auch das HTTPS-Verschlüsselungsprotokoll ist für Google ein Must-Have, weil dadurch die grundsätzliche Sicherheit der Webseite gewährleistet wird. Sonst kann der potentielle Kunde eine Warnung vor ggf. unsicheren Inhalten zu sehen bekommen.

Wie sollte meine Seite verlinkt werden?

Die Verlinkung deiner Seite stärkt deine Autorität bei Google. Sind bestimmte Einträge stark miteinander verlinkt, wird der Inhalt als qualitativ und hochwertig angesehen. Ein markantes Beispiel dafür ist Wikipedia.

Auch durch Links zu deiner Seite, wird deine Position in der Suchmaschine gefördert. Damit du aber erheblich davon profitieren kannst, müssen diese sogenannten Backlinks auf den Seiten von hoher Autorität anzutreffen sein.

 

 

Findet der Link zu deinem Portfolio seinen Platz bei Wikipedia, Regierungsseiten usw., so kannst du richtig stark punkten. Die Links in sozialen Netzwerken oder auf unbekannten Blogs haben weniger Wirkungskraft. Sonst würdest du den Verweis auf deinen Webauftritt bei tausend Foren hinterlassen und dich unfairerweise an die Spitze der Suchergebnisse durchsetzen können. Google wird immer schlauer und lässt sich nicht überlisten.

Es reicht auch nicht, wenn Tausende deine Internetseite aufrufen. Für Google ist die Verweildauer immer wichtiger. Bleibt der Nutzer lange auf der Seite - so denkt sich Google, dass der User viel Interessantes und Hochwertiges gefunden hat.

Auch die sogenannten Linkless Mentions also Stellen wo deine Marke oder Firma auf einem externen Medium erwähnt wird ohne direkt auf deinen Webauftritt zu verwiesen, werden von Google immer höher geschätzt.

Linktausch: Segen oder Fluch?

Es hört sich ziemlich unschuldig an: Du kommt auf eine bekannte Visagistin, einen Hochzeitsplaner, Entertainer oder Friseur zu und schlägst ihnen den Linktausch vor. Alle sollten doch davon profitieren, oder?

Mehr Kunden können von dir erfahren und durch mehr Links stehst du bei Google weiter vorne. Das Letzte kann ein Trugschluss sein. Es gibt dabei zwei Dinge zu beachten. Stell sicher, dass der Webauftritt deines Geschäftspartners eine gut gebaute und vertrauenswürdige Quelle ist. Gibt sich diese Firma die Mühe, kontinuierlich eine hochwertige Internetseite zu entwickeln? Landet deine URL auf einer langen, minderwertigen Linkliste, so ist es für dich so gut wie eine Garantie für eine Pagerank Abstrafung.

Wenn es schon soweit ist, postet die Links zueinander nicht am selben Tag, sondern mit einer Woche bzw. einem Monat Abstand. Sonst kommt Google schnell auf die Spur.

 

 

Wenn du gegenseitige Unterstützung in puncto Onlinepräsenz in Erwägung ziehst, kann hierbei die beste Lösung sein, nicht nur einen Link, sondern eine Beschreibung der Dienstleistung zu publizieren. Warum lässt du deinen Geschäftspartner nicht einen Artikel oder Blogbeitrag über dich schreiben? Du kannst selbst einen Gastartikel anbieten. Durch mehr Content gewinnt auch die Gastseite an Prominenz.

Sind die Rezensionen meiner Webseite wichtig?

Jein. Man muss beachten, dass sich die Analyse von Google dagegen wappnet, dass man die Seite bei der Suchmaschine durch Fake-Bewertungen nach oben oder nach unten bringen will. Ein paar negative Reviews lassen die Seite nicht gleich in den Suchergebnissen nach unten rutschen.

Die Rezensionen auf der eigenen Homepage zählen am wenigsten, weil sie sich dort ohne Mühe frei erfinden lassen. Darum bitte deinen Kunden, die Bewertungen auf externen Plattformen zu hinterlassen und ein paar Sätze dazu zu schreiben.

Ein-bis Fünf-Sterne Bewertung ohne Begründung ist für den Algorithmus von Google ziemlich irrelevant. Erst ein großes Volumen an aussagekrättigen und inhaltsreichen Bewertungen und Kommentaren macht den Unterschied. Auf jeden Fall lohnt es sich, einen Profil bei Google My Business zu erstellen. Wenn der Kunde den Namen von deinem Business einträgt, bekommt er rechts in der Infobox einen kurzen Beitrag darüber. Oft wird dieser von Google erstellt. Mit dem Konto bei Google My Business kannst du aber die Beschreibung, Kontaktdaten und Öffnungszeiten selber kreieren bzw. entsprechend bearbeiten. Diese Infobox ist für die Kunden eine Einladung dazu, einen Kommentar zu hinterlassen.

 

SEO  für Fotografen. Was ist zu beachten?

Das Ranking deiner Internetseite in ein Zusammenspiel von über 200 Faktoren von unterschiedlicher Gewichtung. Jeden Tag kommen kleine Updates zum Google Algorithmus heraus. Der Schwerpunkt von weiteren Google Algorythmus Updates liegt darauf, ob die Suchergebnisse nutzlich, verlässlich und benutzerfreundlich sind.

 

  • Nützlich“ heißt, dass der User genau das findet, was er sucht. Wenn du als Fotograf zu viel mit den Keywords rund um das Thema Neugeborene spielst, bekommst du Besucher, die z.B. nach einer Geburtsschule oder Doula recherchieren, was bei Google nicht gut ankommt. Für Google ist es zwar immer noch von Belang, welche Keywords eingegeben werden. Es wird aber zunehmend wichtiger, welche Fragen der Suchende stellt und auf welche Webseiten er seine Probleme schnell gelöst bekommt.
  • Verlässlich“ heißt, dass man den Autor des Contents identifizieren kann und dass er ein Experte zum Thema ist, das er anspricht. Mehrere Fotografen werben auf ihren Internetseiten nur mit dem Namen ihrer Marke oder ihres Unternehmens. Die prominent dargestellten Kontaktdaten, Informationen über den Autor und die Verweise auf seine Präsenz im Social Web, sowie seine Interessen, mit denen man sich ggf. identifizieren kann können deinen Eintrag bei Google nach vorne rücken.
  • Dass die Seite „benutzerfreundlich“ ist erkennt man zum Beispiel daran, dass sie schnell lädt, gute mobile Darstellung hat. Impressum, Preisliste (oder eine klare Info, dass sie absichtlich fehlt) und Galerie sollten mit 1-2 Mausklicks erreichbar sein. Auch ein responsives Design zählt. Das Layout sollte auf die jeweilige Bildschirmgröße des Betrachters abgestimmt sein.

 

Fazit: Genauso wie Kochen, sollte die Arbeit an deiner Webpräsenz Spaß machen. Wenn du dich mit der Erstellung einer ansprechenden Webseite schwer tust, wird sich auch der Kunde mit dem Durchsehen deiner Webpage schwer tun.

 

Haben wir etwas Wichtiges vergessen? Hinterlasse einen Kommentar unten. Wir freuen uns darauf, deine Meinung zu hören!

 

Bleibe auf dem Laufenden und erhalte die Benachrichtigungen, wenn neue Beiträge über aktuelle Rabatte, Inspirationen und Marketing-Wissen auf dem Blog von nPhoto gepostet werden!